Gottfried Helnwein Das Kind
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Edvard Munch, Die tote Mutter und das Kind (detail), 1899/1900  Öl auf Leinwand, 105 x 178.5 cm  Kunsthalle Bremen
Edvard Munch, Die tote Mutter und das Kind (detail), 1899/1900
Öl auf Leinwand, 105 x 178.5 cm
Kunsthalle Bremen

 

DAS KIND IN DER KUNST
Das Kind als Thema in der Kunst

 

BILDENDE KUNST

LITERATUR

FILM

MUSIK

 

 

 

 

BILDENDE KUNST

Vor dem Ende des 18. Jahrhundert, existierte das Kind in der Kunstgeschichte als eigenständiges Thema kaum. Es erschien symbolisch oder allegorisch als Armor, Putte oder als Engel, oder es tritt als miniatur Erwachsener auf , wie in der Darstellung junger Götter, Könige, oder im Christentum als Jesus.

Das änderte sich jedoch mit dem Aufkommen der euopäischen Romantik. Um 1800 begannen Künstler wie William Blake, Louis Leopold Boilly, und Phillip Otto Runge, Kinder als Individuen darzustellen, losgelöst von Ihrem früheren symbolischen Ballast. Das Erscheinungsbild dieses, jetzt befreiten Kindes, war eines das Unschuld versprach, Freiheit und Neugier. Da es nun aber sterblich gemacht worden war, ergab sich die Notwendigkeit auch Emotionen, Sexualität, und die Aussicht von Schmerz, Leid und Tod einzuführen.

Es gibt eine Reihe dieser früheren Künstler, die durch ihre Darstellung von Kindern für Helnwein besonders wichtig waren. Dazu gehören Lewis Carrol (Charles Dodgson) mit seiner Verehrung weiblicher Adolenszenz, Edvard Munch und seine Darstellung von Leid und sexuellem Erwachen, und Balthus mit seiner Beschäftigung mit dem Geheimnisvollen und der Erotik. Die Kinder in diesen Werken haben einen wissenden Blick in Ihren Augen. Da ist die Empfindung eines Lebens, das erfahren wurde, im Guten wie im Schlechten, welches diese Arbeiten so intensiv, und zu ihrer Zeit so umstritten machte.

Durch die Art wie diese Bilder aufgenommen wurden, war offensichtlich, dass jedes Abweichen von der üblichen Darstellung von Kindern als Unschuldige, Anlass für gewalttätige Reaktionen der Gesellschaft war. Damals, wie Heute, empfindet das Publikum ein Unbehagen, wenn es um die Darstellung des Kindes als sexuelle Identität geht, wie subtil sie auch immer sein mag, oder wenn es auf irgendeine Art leidend dargestellt wird, sei es körperlich oder seelisch.

Künstler wie Munch waren bereit, den Zorn der Anständigen zu riskieren, weil sie dieses unerforschtes Terrain menschlicher Erfahrung gesucht hatten. Für Gottfried Helnwein wurde es das zentrale Thema seiner Arbeit.

 

Robert Flynn Johnson
Fine Arts Museums of San Francisco
anlässlich der Ausstellung The Child - Works by Gottfried Helnwein, 2004

 

 

Tutanchamun 1332 v. Chr.

Jan van Eyck 1390 - 1441

Dierick Bouts 1410/20 - 1475

Petrus Christus 1410/20 - 1473

Giovanni Bellini 1430 - 1516

Andrea Mantegna 1431 - 1506

Hans Memling 1433 - 1494

Domenico Ghirlandaio 1449 - 1494

Leonardo Da Vinci 1452 -1519

Gerard David 1460 - 1523

Giovanni Francesco Caroto 1470 - 1546

Lucas Cranach der Ältere 1472 - 1553

Raffael Santi 1483 - 1520

Tizian 1485 - 1576

Lorenzo Lotto 1480 - 1557

Hans Holbein der Jüngere 1497 - 1543

Bronzino 1503 - 1572

Pieter Bruegel der Ältere 1525 - 1569

Peter Paul Rubens 1577 - 1640

Georges de la Tour 1593 - 1652

Diego Velazquez 1599 - 1660

Rembrandt van Rijn 1606 - 1669

Jean Baptiste Greuze 1725 - 1805

John Singleton Copley 1738 - 1815

Francisco de Goya 1746 - 1828

Philipp Otto Runge 1777 - 1810

Ludwig Schnorr Von Carolsfeld 1788 - 1853

Ferdinand Georg Waldmüller 1793 - 1865

Peter Fendi 1796 - 1842

Eugène Ferdinand Victor Delacroix 1798 - 1863

Friedrich von Amerling 1803 - 1887

Theodor Hildebrandt 1804 - 1874

Josef Danhauser 1805 - 1845

Franz Eybl 1805 - 1880

Heinrich Hoffmann 1809 - 1894

Johann Baptist Reiter 1813 - 1890

John Everett Millais 1829 - 1896

Lewis Carroll 1832 - 1898

Wilhelm Busch 1832 - 1908

Edgar Degas 1834 - 1917

Franz Defregger 1835 - 1921

Pierre-Auguste Renoir 1841 - 1919

Vincent Willem van Gogh 1853 - 1890

John Singer Sargent 1856 - 1925

James Ensor 1860 - 1949

Edvard Munch 1863 - 1944

Winsor McCay 1867 - 1934

Lyonel Charles Adrian Feininger 1871 - 1956

Pablo Picasso 1881 - 1973

Chaim Soutine 1893 - 1943

Norman Rockwell 1894 - 1978

Balthus 1908 - 2001

Lucian Freud 1922 - Present

Antonio López García 1936 - Present

Günter Brus 1938 - Present

Joel-Peter Witkin 1939 - Present

Chuck Close 1940 - Present

Robert Crumb 1943 - Present

Christian Boltanski 1944 - Present

Gottfried Helnwein 1948 - Present

Marlene Dumas 1953 - Present

Cindy Sherman 1954 - Present

Trevor Brown Unknown - Present

Yoshitomo Nara 1959 - Present

Comics

 

 

 

 

 

 

LITERATUR

Gedichte über Kinder
Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:
die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.

 
 

 


Auf die Geburt eines Kindes - Friedrich Hölderlin

Wie wird des Himmels Vater schauen
Mit Freude das erwachsne Kind,
Gehend auf blumenreichen Auen,
Mit andern, welche lieb ihm sind.

Indessen freue dich des Lebens,
Aus einer guten Seele kommt
Die Schönheit herrlichen Bestrebens,
Göttlicher Grund dir mehr noch frommt.
 

 

 


Mein Kind, wir waren Kinder - Heinrich Heine

Mein Kind, wir waren Kinder,
Zwei Kinder, klein und froh;

Wir krochen ins Hühnerhäuschen,
Versteckten uns unter das Stroh.

Wir krähten wie die Hähne,
Und kamen Leute vorbei -

Kikereküh! sie glaubten,
Es wäre Hahnengeschrei.

Die Kisten auf unserem Hofe
Die tapezierten wir aus,

Und wohnten drin beisammen,
Und machten ein vornehmes Haus.

Des Nachbars alte Katze
Kam öfters zum Besuch;

Wir machten ihr Bückling und Knickse
Und Komplimente genug.

Wir haben nach ihrem Befinden
Besorglich und freundlich gefragt;

Wir haben seitdem dasselbe
Mancher alten Katze gesagt.

Wir saßen auch oft und sprachen
Vernünftig, wie alte Leut

Und klagten, wie alles besser
Gewesen zu unserer Zeit;

Wie Lieb und Treu und Glauben
Verschwunden aus der Welt,

Und wie so teuer der Kaffee,
Und wie so rar das Geld! - - -

Vorbei sind die Kinderspiele,
Und Alles rollt vorbei -

Das Geld und die Welt und die Zeiten,
Und Glauben und Lieb und Treu.

 

 


 
Das Kind - Rainer Maria Rilke

Unwillkürlich sehn sie seinem Spiel
lange zu; zuweilen tritt das runde
seiende Gesicht aus dem Profil,
klar und ganz wie eine volle Stunde,
welche anhebt und zu Ende schlägt.
Doch die Andern zahlen nicht die Schläge,
trüb von Mühsal und vom Leben träge;
und sie merken gar nicht, wie es trägt -,
wie es alles trägt, auch dann, noch immer,
wenn es müde in dem kleinen Kleid
neben ihnen wie im Wartezimmer
sitzt und warten will auf seine Zeit.

 

 

 


Wie selig war die Zeit der Knabenspiele
Als Kummer noch nicht nächtlich mich umschlang.

Novalis

 

 

 


An meinem Herzen, an meiner Brust - Albert von Chamisso

An meinem Herzen, an meiner Brust,
Du meine Wonne, du meine Lust!
Das Glück ist die Liebe, die Lieb ist das Glück,
Ich hab's gesagt und nehm's nicht zurück.

Hab überschwenglich mich geschätzt
Bin überglücklich aber jetzt.
Nur die da säugt, nur die da liebt
Das Kind, dem sie die Nahrung giebt;

Nur eine Mutter weiß allein
Was lieben heißt und glücklich sein.
O, wie bedaur' ich doch den Mann,
Der Mutterglück nicht fühlen kann!

Du lieber, lieber Engel, du
Du schauest mich an und lächelst dazu!
An meinem Herzen, an meiner Brust,
Du meine Wonne, du meine Lust!

 

 

 


 
Gewisse junge Burschen - Joachim Ringelnatz

Seltsam schauen diese Jungen ins Leben,
Davon sie gar nichts begreifen,
In einer Zeit, da sie gar nichts erleben
Und eben deshalb so gesund reifen.

Drückt kein Gewehr sie, auch kein Ranzen.
Ohne zu ahnen, wissen sie.
Ohne zu fragen, beherrschen und tanzen
Sie sicher jede Zurzeit-Melodie.

Wie lange wird's währen?
Wer ist der erste Rohling, der spricht,
Um sie aufzuklären?
Ich wagte es nicht.

Und ihre Mädchen, vom gleichen Jahr,
Meist jünger sogar,
Lassen sich gern scheinbar lenken
Und empfinden wunderbar:
Er gibt uns gar nichts zu denken.
 

 

 

 


Geht leise - Paula Dehmel

Geht leise -
Es ist müd von der Reise.
Es kommt weit her:
Vom Himmel übers Meer;
Vom Meer den dunklen Weg ins Land,
Bis es die kleine Wiege fand -
Geht leise.


 
 
 
 
 
 
Sieh mein Kind ich gehe - Stefan George

Sieh mein Kind ich gehe.
Denn du darfst nicht kennen
Nicht einmal durch nennen
Menschen müh und wehe.

Mir ist um dich bange.
Sieh mein Kind ich gehe
Dass auf deiner Wange
Nicht der Duft verwehe.

Würde dich belehren.
Müsst dich versehren
Und das macht mir wehe.
Sieh mein Kind ich gehe.

 

 

 


 
Wo hast Du all die Schönheit - Ricarda Huch


Wo hast du all die Schönheit
hergenommen
Du Liebesangesicht,
Du Wohlgestalt!
Um dich ist alle Welt
zu kurz gekommen.
Weil du die Jugend hast,
wird alles alt,
Weil du das Leben hast,
muß alles sterben,
Weil du die Kraft hast,
ist die Welt kein Hort,
Weil du vollkommen bist,
ist sie ein Scherben,
Weil du der Himmel bist,
gibt's keinen dort!

 

 


 
Kind, spiele - Joachim Ringelnatz


Kind, spiele!
Spiele Kutscher und Pferd!
Trommle! - Bau dir viele
Häuser und Automobile! -

Koche am Puppenherd! -
Zieh deinen Püppchen die Höschen
Und Hemdchen aus! - Male dann still! -
Spiele Theater: "Dornröschen"
Und "Kasperl mit Schutzmann und Krokodil!" -

Ob du die Bleisoldaten
Stellst in die fürchterliche Schlacht,
Ob du mit Hacke und Spalten
Als Bergmann Gold suchst im Garten im Schacht,
Ob du auf eine Scheibe
Mit deinem Flitzbogen zielst, -

Spiele! - Doch immer bleibe
Freundlich zu allem, womit du spielst.
Weil alles (auch tote Gegenstände)
Dein Herz mehr ansieht als deine Hände.
Und weil alle Menschen (auch du, mein Kind)
Spielzeug des lieben Gottes sind.
 

 

 

 


Gottes Segen - Joseph von Eichendorff

Das Kind ruht aus vom Spielen,
Am Fenster rauscht die Nacht,
Die Engel Gotts im Kühlen
Getreulich halten Wacht.

Am Bettlein still sie stehen,
Der Morgen graut noch kaum,
Sie küssens, eh sie gehen,
Das Kindlein lacht im Traum.
 

 

 


Wiegenlied - Detlev von Liliencron

Vor der Türe schläft der Baum,
Durch den Garten zieht ein Traum.
Langsam schwimmt der Mondeskahn
Und im Schlaf kräht der Hahn.
Schlaf, mein Wölfchen, schlaf.

Schlaf, mein Wulf. In später Stund
Küß ich deinen roten Mund.
Streck dein kleines dickes Bein,
Steht noch nicht auf Weg und Stein.
Schlaf, mein Wölfchen, schlaf.

Schlaf, mein Wulf. Es kommt die Zeit,
Regen rinnt, es stürmt und schneit.
Lebst in atemloser Hast,
Hättest gerne Schlaf und Rast.
Schlaf, mein Wölfchen, schlaf.

Vor der Türe schläft der Baum,
Durch den Garten zieht ein Traum.
Langsam schweimmt der Mondeskahn,
Und im Schlafe kräht der Hahn.
Schlaf, mein Wölfchen, schlaf.

 

 

 

 

 

 

MUSIK

In der Rockmusik beziehen sich viele Künstler auf das Thema Kind. In dem Videoclip zu dem Song der Cranberrys „Monster“ werden Bilder des irischen Bürgerkrieges mit Bildern von Krieg spielenden Kindern verbunden. Kinder sind auch das Thema eines Songs von
Alice Cooper „Dead Babies“ :

“Dead Babies
Can take care of themselves
Dead Babies
Can´t take things off the shelf
Well we didn´t want you anyway
Lalala-la, lalala-la, la la la”

 

Und Deep Purple - „Child in Time“ :
“Sweet Child in Time you’ll see the line
The line that’s drawn between the good and the bad
See the blind man shooting at the world
bullets flying taking toll,
If you’ve been bad, Lord I bet you have
And you’ve not been hit by flying lead
You’d better close your eyes and bow your head
And wait for the ricochet.” (44)

 


"The Little Lost Child"
Published by Joseph W. Stern & Co.

Music by Joseph W. Stern
Lyrics by Edward B. Marks
Published 1894
Language English
Form Sheet music
Performed by Various artists

Joseph W. Stern and Edward B. Marks in 1919

George H. Thomas used a device like this stereopticon to show a series of hand-colored slide images while the song was being performed in the first example of an illustrated song.

The Little Lost Child is a popular song of 1894 by Edward B. Marks and Joseph W. Stern which sold more than two million copies of its sheet music following its promotion as the first ever illustrated song, an early precursor to the music video. The song was also known by its first three words: "A Passing Policeman." The song's success has also been credited to its performance with enthusiasm by Lottie Gilson and Della Fox.

Marks was a button salesman who wrote rhymes and verse, and Stern a necktie salesman who played the piano and wrote tunes. Together they formed a music publishing house called Joseph W. Stern & Co. and became an important part of the Tin Pan Alley sheet music publishing scene. Marks wrote the lyrics about a lost little girl found by a policeman, who goes on to find the girl's mother, who turns out to be the policeman's estranged wife; Stern wrote the music for piano and vocals. Joseph W. Stern & Co. "started their career in a little basement at 314 East Fourteenth Street with a 30-cent sign and a $1 letter box, which to say the least was not large capital even in those days..."

The promoting innovation that made "The Little Lost Child" significant to cultural history was an idea in the mind of George H. Thomas even earlier, in 1892. A production of The Old Homestead at Brooklyn's Amphion Theater, where Thomas was chief electrician, featured the song "Where Is My Wandering Boy Tonight?" illustrated by a single slide of a young man in a saloon. Thomas's idea was to combine a series of images (using a stereopticon) to show a narrative while it was being sung. He approached Stern and Marks about illustrating "The Little Lost Child." Lyrics appeared toward the bottom of the images. The first performance went poorly due to upside-down images of inappropriate size and placement, but these technical difficulties were soon corrected. The illustrated song technique proved so enduring it was still being used to sell songs before movies and during reel changes in movie theaters as recently as 1937 when some color movies had already begun to appear.

Stern retired in 1920, and his firm became the Edward B. Marks Music Company, which published a string of hits such as "Strange Fruit" by Abel Meeropol (and made famous by Billie Holiday) in 1939 and has been a subsidiary of Carlin America since 1980.
"The Little Lost Child" was the first of several hit songs Marks and Stern wrote together as well as the first of several their company published, but it became a true sensation and was well-remembered several decades later.[1] Billboard magazine noted the song's importance in their "honor roll" in 1949, and the song was included in the Fireside Book of Favorite American Songs in 1952.

Lyrics and sheet music
The song's composition employed a strophic form with a chorus. The sentimental lyrics comprised a narrative set to music, a new style in the 1890s.

First verse:
A passing policeman found a little child,
She walked beside him, dried her tears and smiled.
Said he to her kindly now you must not cry,
I will find your ma-ma for you bye and bye.
At the station when he asked her for her name,
And she answered Jennie, it made him exclaim:
"At last of your mother, I have now a trace,
Your little features bring back her sweet face."

Chorus:
Do not fear, my little darling, and I will take you home.
Come sit down close beside me, no more from me you shall roam.
For you were a babe in arms, when your mother left me one day.
Left me at home, deserted, alone, and took you, my child, away.

 

 

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